Mepemba

Mepemba

Ihre Lieblingsfarben sind Schwarz und Pink, auch wenn sie bei der Wahl ihrer Kleidungsstücke eher zu gedämpfteren Braun- und Blautönen greift. Sie hört am liebsten amerikanischen Hip Hop und mit ihrer Musik gelingt es ihr auch am besten Ablenkung zu finden, wenn sie traurig ist.

In der Schule ist Mathematik ihr liebstes Fach. Auf die Frage, ob eine Mathe-Arbeit schwierig gewesen sei, lacht sie auf: „It’s easy“.

Ihre Großmutter sei eine wunderbare Frau, erzählt sie stolz, sie sei stark, herzlich, offen, gastfreundlich, könne sehr gut traditionelle Kleider schneidern, nur, kaum jemand wolle diese noch tragen und manchmal fehle es auch an Stoffen... Wenn sie über diese Großmutter spricht, wird ihre eher leise, verhalten klingende Stimme ganz quirlig, Energie geladen  und dynamisch.

Die Großmutter war von klein auf  immer für sie da, während die Mutter, eine Farmarbeiterin, kam und ging. Ihre Mutter, die lang und schwer erkrankt war, hat sie kürzlich verloren.

Gemeinsam mit der Großmutter hatten sie sich zuletzt um die Mutter gekümmert, sie gepflegt. Doch nie hatten ihre schulischen  Leistungen gelitten.

Mepemba geht in die 11. Klasse der Da Palm Secondary School  in Otjimbingwe. Sie ist eine hervorragende Schülerin, die Stillarbeit bevorzugt und deshalb Spaß daran hat, nachmittags das selbständige Studium zu nutzen, das die Oberstufenschüler täglich besuchen müssen. Über den sehr straff durchorganisierten Schulalltag einer Internatsschülerin - Aufstehen um 5 Uhr morgens, Ende des Tages um 21.00 Uhr nach dem Abendstudium - klagt sie nie.

Sie konstatiert einfach, dass sie außer Schule und Lernen nicht viel erlebe. Ganz so, wie sie über das Kantinenessen nicht murrt, das mehrmals täglich auf der Grundlage von Reis beruht. Sie möge eher Kartoffelgerichte,  doch Reis, das sei eben  das Ding in der Kantine, stellt sie scherzend fest.

Mepemba würde nach ihrem Schulabschluss  gerne studieren. Sie denkt an ein Medizinstudium.