Schulpartnerschaft

Schulpartnerschaft Okombahe/ Wiesbaden

Eine Schulpartnerschaft zwischen der Heinrich-von-Kleist-Schule in Wiesbaden und der Dibasen-School in Okombahe, Namibia

Der Kulturverein pflegt seit 2006 eine Schulpartnerschaft zwischen der Dibasen-School in Okombahe, Namibia, und der Heinrich-von-Kleist Schule in Wiesbaden.

Okombahe ist heute ein kommunales Gebiet. Unter deutscher und südafrikanischer Kolonialherrschaft war Okombahe ein Reservat für die ethnische Bevölkerung der Damara. Die Dibasen-Schule ist eine Junior-Secondary-School und entspricht damit einer deutschen Realschule. Der Name Dibasen bedeutet in der Sprache der Damara so viel wie „do-it-yourself“. Und das wollen die Schülerinnen und Schüler auch. Sie wollen ihr Leben und das Leben ihrer Eltern in ihrem Heimatland verbessern. Eine Grundvoraussetzung dafür ist allerdings eine gute Schulausbildung. Bei allem Engagement der Lehrer fehlt es aber an allen Ecken und Kanten an Geld vom Staat. Zum Beispiel müssen sich fünf Schülerinnen und Schüler ein Lehrbuch teilen. In der Schulbibliothek herrscht gähnende Leere. Das Heim bietet nicht genügend Unterkünfte für weit entfernt wohnende Schülerinnen und Schüler. Außerdem fehlt es an einigem technischen Gerät, das die Arbeit der Lehrer erleichtert.

Das Ziel unserer Schulpartnerschaft ist die Förderung der Schule und ihrer Lehrmöglichkeiten sowie den direkten Kulturaustausch zwischen den Jugendlichen aus Namibia und den Jugendlichen in Deutschland zum besseren Verständnis der Vergangenheit und Gegenwart der beiden Länder. Die ersten Briefe zwischen den Schülerinnen und Schülern der beiden Schulen wurden gewechselt. Die Briefe können allerdings bis zu einem halben Jahr unterwegs sein, was einen lebendigen Austausch verhindert. In den Schüleraustausch soll eine andere Schule in Otjimbingwe, die der Kulturverein unterstützt, miteinbezogen werden.

2007 konnte Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, als Schirmherrin gewonnen werden. Sie half zuerst einmal, den langen Postweg zu kürzen. Zu ihrem 65. Geburtstag verzichtete die Bundesministerin auf Geschenke zugunsten von Spenden für diese Schulpartnerschaft. Von den Spenden konnte der Schule der dringliche Wunsch eines Kopiergerätes erfüllt werden. Über die Briefkontakte hinaus, soll diese Schulpartnerschaft durch gegenseitige Besuche in Zukunft lebendig gestaltet werden.